Marmor

 

Marmor (über lat. marmor aus altgr. μάρμαρος mármaros; vermutlich verwandt mit μαρμαίρειν marmaírein „schimmern, glänzen“, mármakos, griech. = schimmernder Felsblock, Marmor) ist ein mittel- bis grobkörniges Metakarbonatgestein, das aus den Mineralen Calcit, Dolomit oder Aragonit besteht. Weitere Gemengteile sind die Glimmer Muskovit, Phengit und Phlogopit sowie Graphit. Gelegentlich treten Pyrit und organische Kohlenstoffverbindungen (Bitumina) auf. Marmore sind Umwandlungsgesteine (Metamorphite) die aus Kalksteinen entstehen.
Farbe: weiß bis grau, weißbräunlich, rosa, selten schwarz.
Besonderheiten: Insbesondere bei hellen Marmoren besteht aufgrund der Kapillarität und möglicher akzessorisch auftretender Mineralien wie Pyrit Verfärbungsgefahr.
Deutsche Vorkommen: Lengefeld (Erzgebirge), Wunsiedel (Fichtelgebirge).
Ausländische Sorten (Auswahl): Naxos (Griechenland); Carrara, Lasa Bianco, Lasa Statuario (Italien), Karibib Schwarz (Namibien); Fauske (Norwegen); Rauris [„Rauris weiß“, „Rauris blau“], Sölktal [„Sölker Kristallmarmor“] (Österreich); Estremoz (Portugal); Rusita (Rumänien); Rosalia, Bianco Royal (Türkei).
Verwendung: Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Bildhauerstein.

Verfärbungen bei Natursteinen

… können ausgelöst werden durch • das Eindringen verfärbender Substanzen von der Oberfläche • das Verfärben von Substanzen aus dem Stein • das Eindringen verfärbender Substanzen aus dem Untergrund. Das Eindringen verfärbender Substanzen über die Oberfläche ist möglich, weil Naturwerksteine mehr oder weniger porös sind. Durch diese Poren können in Wasser gelöste Stoffe eindringen und den Stein verfärben. Verfärbungen durch die Umwandlung von Substanzen im Stein sind z.B.: • Pyrit-Vorkommen in Granit, Marmor (Bianco Carrara) Schiefer Gneise (Serizzo) • Biotit-Vorkommen in Graniten (Bianco Sardo) und Gneisen • Granat-Vorkommen in Granuliten (Kashmir white)

Notiz:

„… Der Marmor hat leider einige Pyriteinschlüsse, die im Laufe der Zeit oxidiert sind. Die Rostflecken waren unter den näturlichen Belag von Flechten und Mikroorganismen nicht zu sehen. Man kann diese leichten Verfärbungen leider nicht mit einem Rostumwandler wie beispielsweise Phosphorsäure entfernen, da jede Säure egal ob Essigsäure oder Flußsäure, den Calcit auflösen würden. Es gibt Rostfleckenentferner die auf organischen Schwefelverbindungen basieren und damit laut Herstellern auch auf Marmor eingesetzt werden können. Meine Erfahrung ist allerdings die, dass die Wirkung sehr schwach ist und ein Effekt nur erzielt werden kann, wenn über einen sehr langen Zeitraum immer wieder der Wirkstoff aufgesprüht wird. Wie lange das dauern würde ist nicht vorherzusagen. Wenn sich dann endlich ein Ergebnis einstellt, rosten die im Stein enthaltenen Pyrit-Minerale sehr bald wieder nach, da sie sich nicht nur an der Oberfläche befinden sondern durch den ganzen Stein ziehen. Letztlich bleibt nur, zu akzeptieren, dass Naturstein ein Naturprodukt ist.  …“

Die genannten Technischen Werte sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen entnommen und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder:
Rohdichte 2,6 – 2,9 g/cm³
Wasseraufnahme 0,2 – 0,6 Gew.-%
Druckfestigkeit 80 – 180 N/mm²
Biegezugfestigkeit 6 – 15 N/mm²
Schleifabnutzung 15 – 40 cm³/50cm²

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