Steinmetz Ismaning, Friedhof, …

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Notizen: Steinmetz Ismaning, Friedhof, …

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▧ Adresse: Steinmetz Ismaning, Friedhof, …
▧ Friedhofsplan: Steinmetz Ismaning, Friedhof, ….pdf
▧ Öffnungszeiten: ab 1. April bis 1. November täglich 8. 00 – 20.00 Uhr,  von 2. November bis 31. März täglich 8.00 – 17.00 Uhr
▧ Anfahrt:  

Alter Friedhof Ismaning

Zwischen Aschheimer Straße und Straße An der Torfbahn gelegen. Erreichbar mit der S 8 (Flughafen-S-Bahn, Haltestelle Ismaning) in wenigen Minuten zu Fuß oder mit dem Pkw: Ortsmitte, Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage Ortsmitte, Zufahrt über Erich-Zeitler-Straße (Hallenbad).

Neuer Friedhof

Der Neue Friedhof liegt im Norden von Ismaning an der Greimelstraße (westlich der Freisinger Straße). Parkplätze stehen am Friedhof zur Verfügung. Erbaut wurde der Neue Friedhof im Jahr 1970 unter Bürgermeister Erich Zeitler; die erste Beerdigung fand 1971 statt. Die Aussegnungshalle konnte am 16. Juli 1983 eingeweiht werden. Derzeit befinden sich im Neuen Friedhof 900 Gräber und 200 Urnennischen.

▧ Parkplatze: Steinmetz Ismaning, Friedhof, …
▧ Einfahrten zum Nordfriedhof: Steinmetz Ismaning, Friedhof, …
▧ Termine: Steinmetz Ismaning, Friedhof, …
▧ Friedhofsverwaltung: Steinmetz Ismaning, Friedhof, … http://ismaning.de/buergerservice/friedhoefe/http://ismaning.de/wp-content/uploads/Friedhof_SA2015.pdf
▧ Steinmetz Ismaning, Friedhof, …:  Angebote für Folgebeschriftungen: Damit Sie zügig, unverbindlich und kostenlos ein günstiges Angebot erhalten, machen Sie bitte ein Foto des Grabsteins mit Ihrer Handy-Kamera und senden dieses gleich an: steinbildhauer@ymail.com
◯ Ein Foto von Vorne, im rechten Winkel zur Schriftfläche, in ausreichendem Abstand, so dass möglichst die ganzen Aussenformen des Grabsteins erfasst wird.
◯ Zweites Foto von nahem, so dass Details der Buchstaben möglichst gut zu erkennen sind.
Sie erhalten ein präzises Angebot zum Festpreis. Zur Besprechung der Arbeiten können wir gerne auch einen Termin an der Grabstelle selbst vereinbaren.
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  1. ▣ Gestaltungsmappen ▧ Ort: http://wp.me/P5pRZT-HO ▧ Form und Formate: http://wp.me/P5pRZT-T ▧ Natursteinmuster: http://wp.me/P5pRZT-11 ▧ Oberflächen:http://wp.me/P5pRZT-Z • https://goo.gl/uIBJiI ▧ Schriftentwürfe: http://wp.me/P5pRZT-14 ▧ Ornamente: http://wp.me/P5pRZT-16 ▧ Accessoires:http://wp.me/P5pRZT-18 ▧ Art der Ausführung: http://wp.me/P5pRZT-1a ▧ Arbeitsschritte, Dokumentation: http://wp.me/P5pRZT-d  ▧ Verzeichnisse, Projektmappen, …
  2. ▣ Leistungsfelder: ▧ Steinbildhauer: http://wp.me/P5pRZT-K ▧ Steinmetz • http://wp.me/P5pRZT-M  ▧ Steintechniker • http://wp.me/P5pRZT-P ▧ Internationaler Versand: http://wp.me/P5pRZT-R

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Satzung
der Gemeinde Ismaning
über das
Friedhofs- und Bestattungswesen
i.d.F. vom 22. April 2015
– Seite 2 von 16 –
Inhaltsverzeichnis
Seite
I. Allgemeine Vorschriften
§ 1 Geltungsbereich 4
§ 2 Friedhofszweck 4
II. Ordnungsvorschriften
§ 3 Öffnungszeiten 4
§ 4 Verhalten auf dem Friedhof 5
§ 5 Gewerbetreibende 6
III. Bestattungsvorschriften
§ 6 Allgemeines 6
§ 7 Särge 7
§ 8 Ausheben der Gräber 7
§ 9 Ruhezeit 7
§ 10 Umbettung 7
IV. Grabstätten
§ 11 Allgemeines/Grabarten 8
§ 12 Einfach- und Mehrfachgrabstätten 9
§ 13 Urnengrabstätten und Urnennischen 9
§ 14 Ehrengrabstätten 10
§ 15 Nutzungsberechtigte 10
V. Gestaltung der Grabstätten
§ 16 Allgemeine Gestaltungsgrundsätze 11
§ 17 Wahlmöglichkeit 11
VI. Grabmale
§ 18 Abteilungen ohne besondere Gestaltungsvorschriften 11
§ 19 Abteilungen mit besonderen Gestaltungsvorschriften 12
§ 20 Errichten u. Ändern von Grabmalen 13
§ 21 Anlieferung 13
§ 22 Fundamentierung und Befestigung 14
§ 23 Unterhaltung 14
§ 24 Entfernung14
VII. Herrichtung und Pflege von Grabstätten
§ 25 Allgemeines 15
§ 26 Vernachlässigung 16
VIII. Leichenhalle
§ 27 Benutzung der Leichenhalle 16
IX. Schlussbestimmungen
§ 28 Ersatzvornahme 17
§ 29 Haftungsausschluss 17
§ 30 Alte Rechte 17
§ 31 Ordnungswidrigkeiten 18
§ 32 Schließung und Entwidmung der Friedhöfe 18
§ 33 Gebührenpflicht 19
§ 34 Inkrafttreten 19
– Seite 3 von 16 –
Die Gemeinde Ismaning erlässt aufgrund der Art. 23 und 24 Abs. 1 Nr. 1 und 2 und
Abs. 2 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern sowie Art. 17 des Bestattungsgesetzes
folgende Satzung:
I. Allgemeine Vorschriften
§ 1
Geltungsbereich
Diese Friedhofsatzung gilt für die im Gebiet der Gemeinde Ismaning gelegenen und von
ihr verwalteten gemeindlichen Friedhöfe.
§ 2
Friedhofzweck
1) Die Friedhöfe sind öffentliche Einrichtungen der Gemeinde Ismaning.
2) In den gemeindlichen Friedhöfen werden Verstorbene bestattet,
3) die zuletzt ihren Wohnsitz in der Gemeinde Ismaning hatten,
4) die ein Nutzungsrecht an einer belegungsfähigen Grabstätte auf einem gemeindlichen
Friedhof besitzen,
5) die im Gemeindegebiet verstorben sind oder tot aufgefunden wurden und eine ordnungsgemäße
Bestattung nicht anderweitig sichergestellt werden kann,
6) deren Eltern, Ehegatten oder Lebenspartner, Kinder oder Geschwister auf einem
gemeindlichen Friedhof bestattet sind.
7) In begründeten Einzelfällen sind auf Antrag Ausnahmen von den Regelungen des
Absatzes 2 möglich.
8) Die Verstorbenen sind auf dem Friedhof zu bestatten, den die Friedhofsverwaltung
im Einzelfall bestimmt. Das Recht auf Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte
bleibt unberührt.
II. Ordnungsvorschriften
§ 3
Öffnungszeiten
1) Das Betreten der Friedhöfe ist nur während der Öffnungszeiten gestattet. Die Öffnungszeiten
werden an den jeweiligen Eingängen bekannt gegeben.
2) Die Friedhofsverwaltung kann das Betreten aller oder einzelner Friedhofsteile aus
besonderem Anlass vorübergehend untersagen. Hierauf ist durch ein Hinweisschild
an den Eingängen beziehungsweise an den zu den gesperrten Friedhofsteilen führenden
Wegen hinzuweisen.
§ 4
Verhalten auf dem Friedhof
1) Jeder hat sich auf den Friedhöfen der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten.
Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen.
2) Kinder unter 10 Jahren dürfen die Friedhöfe nur in Begleitung und unter der Verantwortung
Erwachsener betreten. Sie sind ständig zu beaufsichtigen.
3) Auf den Friedhöfen ist insbesondere nicht gestattet:
a) Die Wege mit Fahrzeugen aller Art und Sportgeräten (z. B. Rollschuhen oder Inlineskates)
zu befahren. Ausgenommen hiervon sind gemeindliche Dienstfahr-
– Seite 4 von 16 –
zeuge, Sargtransportwagen, Transportkarren, Krankenfahrstühle, Rollatoren und
Kinderwagen,
b) Bänke oder Stühle auf den Wegen oder bei Grabstätten aufzustellen,
c) Bodenmassen für die Anlage von Grabstätten dem Friedhofsgelände zu entnehmen,

d) Waren aller Art, insbesondere Kränze, Blumen, und gewerbliche Dienste anzubieten,

e) an Sonn- und Feiertagen und während der Bestattungen Arbeiten auszuführen,
f) das Erstellen und Verwerten von Film,- Ton-, Video- und Fotoaufnahmen, außer
zu privaten Zwecken,
g) Druckschriften zu verteilen,
h) Abfälle jeglicher Art und überschüssige Boden und Abraummassen außerhalb
der dafür bestimmten Stellen abzulagern,
i) die Friedhöfe und ihre Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädigen,
Hecken, Pflanzungen und Einfriedungen zu übersteigen oder zu
durchbrechen sowie Rasenflächen (soweit sie nicht als Wege dienen), Grabstätten
und Grabeinfassungen zu betreten oder zu befahren,
j) Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde,
k) zu rauchen, zu lärmen, zu spielen und zu lagern,
l) die Friedhofswege als öffentlichen Durchgang zu benutzen.
4) Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck der
Friedhöfe und der Ordnung auf ihnen vereinbar ist.
5) Gekennzeichnete Lastfahrzeuge der Gewerbetreibenden dürfen nur die für den Kraftfahrzeugverkehr
freigegebenen Wege und nur mit Schrittgeschwindigkeit benutzen.
6) Fahrzeuge der Friedhofsbesucher und des Trauergefolges dürfen nur auf den von
der Friedhofsverwaltung bestimmten Plätzen parken.
7) Grabmale und anderes Material dürfen auf den Fußwegen nur mit Wagen befördert
werden, deren Radbreite mindestens 7 cm beträgt. Grabmale und anderes Material
dürfen nicht auf den Wegen, Gräbern, dem übrigen Friedhofsgelände und den Parkplätzen
gelagert werden.
§ 5
Gewerbetreibende
1) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofssatzung und die
dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle
Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf
den Friedhöfen verursachen.
2) Gewerbetreibenden kann die Ausübung der gewerbsmäßigen Tätigkeit versagt werden,
wenn die ordnungsgemäße Ausführung nicht gewährleistet ist oder wenn trotz
Abmahnung mehrfach gegen die Friedhofssatzung oder Anordnung der Friedhofsverwaltung
verstoßen wird. Ein einmaliger schwerwiegender Verstoß ist ausreichend.
3) In den Fällen des § 3 Abs. 2 sind gewerbliche Arbeiten ganz untersagt.
4) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf den Friedhöfen
nur vorübergehend und nur an Stellen gelagert werden, an denen sie nicht
hindern. Bei Beerdigungen oder bei Unterbrechung der Tagesarbeit sind die Arbeitsund
Lagerplätze wieder in den früheren Zustand zu bringen. Die Gewerbetreibenden
dürfen auf den Friedhöfen keinerlei Abraum abladen oder lagern. Gewerbliche Gerä-
te dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen der Friedhöfe gereinigt werden;
nicht mehr verwendete Grabsteine, -platten, -einfassungen und dergleichen sind
nach Abschluss der Arbeiten zu entfernen.
– Seite 5 von 16 –
5) Alle Arbeiten sind unter Wahrung der Ruhe der Friedhöfe durchzuführen. Durch sie
dürfen Bestattungsfeierlichkeiten weder gefährdet noch gestört werden.
6) Beim Verlassen der Friedhöfe müssen die Tore geschlossen werden.
III. Bestattungsvorschriften
§ 6
Allgemeines
1) Erdbestattungen sind unverzüglich nach Eintritt des Todes bei der Friedhofsverwaltung
anzumelden. Der Anmeldung sind die erforderlichen Unterlagen beizufügen.
Wird eine Beisetzung in einer vorher erworbenen Grabstätte oder im Kolumbarium
beantragt, ist auch das Nutzungsrecht nachzuweisen
2) Die Friedhofsverwaltung setzt Ort und Zeit der Bestattung fest. Wünsche hierzu sind
nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Erdbestattungen sind innerhalb der Fristen
nach § 18 und § 19 der Bestattungsverordnung vorzunehmen.
3) Jeder Leichnam muss eingesargt sein. Verstorbene mit ihren Neugeborenen und
Zwillingskinder unter einem Jahr können bei gleichzeitiger Bestattung in einem Sarg
eingesargt werden.
4) Die Bestattungen auf den Friedhöfen dürfen nur durch den von der Gemeinde Ismaning
beauftragten Bestattungsunternehmer durchgeführt werden.
§ 7
Särge und Urnen
1) Die Särge müssen festgefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von
Feuchtigkeit ausgeschlossen ist. Für die Bestattung sind zur Vermeidung von Umweltbelastungen
nur Särge aus leicht abbaubarem Material (z. B. Vollholz) erlaubt,
die keine PVC-, PCP-, formaldehydabspaltenden, nitrozellulosehaltigen oder sonstigen
umweltgefährdeten Lacke und Zusätze enthalten. Entsprechendes gilt für Sargzubehör
und -ausstattung. Die Kleidung der Leiche soll nur aus Papierstoff und Naturtextilien
bestehen.
2) Die Särge sollen höchstens 2,00 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit
sein. Sind in Ausnahmefällen größere Särge erforderlich, ist die Zustimmung der
Friedhofsverwaltung bei der Anmeldung der Bestattung einzuholen.
3) Urnen und Überurnen müssen zur Beisetzung so beschaffen sein, dass die physikalische,
chemische oder biologische Beschaffenheit des Bodens oder des Grundwassers
nicht nachteilig verändert wird.
§ 8
Ausheben der Gräber
1) Die Gräber werden vom Beauftragten der Friedhofsverwaltung ausgehoben und wieder
verfüllt. Anpflanzungen, Einfassungen, Grabmale u.ä., die das Ausheben der
Gräber behindern, sind von den Nutzungsberechtigten vorübergehend zu entfernen.
Nutzungsberechtigte der Nachbargrabstätten haben eine notwendige vorübergehende
Veränderung auf ihren Gräbern zu dulden.
2) Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur
Oberkante des Sarges mindestens 1,00 m, bis zur Oberkante der Urne mindestens
0,50 m.
3) Die Gräber für Erdbeisetzungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke
Erdwände getrennt sein.
– Seite 6 von 16 –
§ 9
Ruhezeit
Die Ruhezeit für Leichen und Aschen beträgt zehn Jahre. Das Nutzungsrecht
(§ 12 Abs. 1) muss mindestens während der Ruhefrist gegeben sein. Bei Ruhefristen
über den Zeitraum des Nutzungsrechts ist die Nutzungszeit entsprechend aufzustocken.
§ 10
Umbettung
1) Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden.
2) Umbettungen von Leichen und Aschen bedürfen, unbeschadet der sonstigen gesetzlichen
Vorschriften, der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Die Zustimmung
kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes erteilt werden, bei Umbettungen
innerhalb der Gemeinde Ismaning in den ersten sechs Jahren der Ruhezeit
nur bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses. § 32 Abs. 3 bleibt unberührt.

3) Nach Ablauf der Ruhezeit noch vorhandene Leichen- oder Aschenreste können mit
vorheriger Zustimmung der Friedhofsverwaltung auch in belegte Grabstätten aller Art
umgebettet werden.
4) Alle Umbettungen erfolgen nur auf Antrag; antragsberechtigt ist jeder Angehörige
des Verstorbenen mit Zustimmung des Nutzungsberechtigten.
5) Alle Umbettungen werden von der Friedhofsverwaltung durchgeführt. Sie bestimmt
den Zeitpunkt der Umbettung. Die Umbettungen werden in den Monaten Oktober bis
März und außerhalb der Besuchszeiten vorgenommen.
6) Die Kosten der Umbettungen und der Ersatz von Schäden, die an benachbarten
Grabstätten und an den Anlagen durch eine Umbettung entstehen, haben die Antragsteller
zu tragen.
7) Der Ablauf der Ruhe- und Nutzungszeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen
oder gehemmt.
8) Leichen zu anderen als zu Umbettungszwecken wieder auszugraben bedarf einer
behördlichen oder einer richterlichen Anordnung.
IV. Grabstätten
§ 11
Allgemeines
1) Die Grabstätten bleiben Eigentum der Gemeinde Ismaning. An ihnen können Rechte
nur nach dieser Satzung und erst bei Eintritt eines Sterbefalles erworben werden.
2) Die Grabstätten werden unterschieden in
a) Einfachgrabstätten (innerhalb der Ruhezeit sind zwei Erdbestattungen möglich)
b) Mehrfachgrabstätten (innerhalb der Ruhezeit sind vier Erdbestattungen möglich)
c) Urnengrabstätten (innerhalb der Ruhezeit sind 6 Bestattungen möglich)
d) Ehrengrabstätten
e) Urnensammelgrabstätte
f) anonyme Urnengrabstätte
g) Urnennischen im Kolumbarium (innerhalb der Ruhezeit sind 4 Urnenbeisetzungen
möglich)
3) Die Grabstätten haben folgende Ausmaße:
– Seite 7 von 16 –
a) Für den Alten Friedhof
1. Einfachgrab bis zu 1 m breit und bis 2,20 m lang
2. Mehrfachgrab über 1 m breit und bis zu 2,20 m lang
b) Für den Neuen Friedhof
1. Einfachgrab 0,7 m breit und 2,20 m lang
2. Mehrfachgrab 1,70 m breit und 2,20 m lang
3. Urnengrab 0,60 m breit und 1,20 m lang
(Die Größe der Grabstätte ist nicht gleich mit der Bepflanzungsfläche).
4) Das Nutzungsrecht entsteht mit der Aushändigung der Verleihungsurkunde.
5) Auf den Ablauf des Nutzungsrechts wird der Nutzungsberechtigte im Jahre des Ablaufs
schriftlich – falls er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln ist, durch
eine öffentliche Bekanntmachung und durch einen dreimonatigen Hinweis im jeweiligen
Friedhof (Anschlag) – hingewiesen. Wird kein Antrag auf Wiedererwerb des Nutzungsrechts
gestellt, so kann die Friedhofsverwaltung nach Ablauf der Nutzungszeit
die Grabstätte neu vergeben.
6) Es besteht kein Anspruch auf Verleihung oder Wiedererwerb von Nutzungsrechten
an einer der Lage nach bestimmten Grabstätte oder an Ehrengrabstätten oder auf
Unveränderlichkeit der Umgebung.
§ 12
Einfach- und Mehrfachgrabstätten
1) Einfach- und Mehrfachgrabstätten sind Grabstätten für Erdbeisetzungen, an denen
auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von zehn Jahren (Nutzungszeit) vergeben
wird. Die Lage ergibt sich aus der jeweiligen Fortsetzung in den Grabfeldern. Der
Wiedererwerb eines Nutzungsrechtes ist nur auf Antrag und nur für die gesamte
Grabstätte möglich.
2) Die Grabstätten werden als Tiefgräber erstellt. In einem Tiefgrab sind bei gleichzeitig
laufenden Ruhezeiten nur zwei Beisetzungen übereinander zulässig.
§ 13
Urnengrabstätten und Urnennischen
1) Urnengrabstätten sind Aschenstätten, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für
die Dauer der Nutzungszeit (10 Jahre) zur Beisetzung der Asche abgegeben werden.
2) Urnennischen sind Aschenstätten im Kolumbarium, die der Reihe nach belegt und im
Todesfall für die Dauer der Nutzungszeit (10 Jahre) zur Beisetzung der Asche abgegeben
werden. Je Urnennische ist die Beisetzung von maximal vier Urnen möglich
(soweit keine Überurnen Verwendung finden).
3) Nach Ablauf der Ruhezeit kann eine Urne in einer Grabstätte oder in einem Urnensammelgrab
beigesetzt werden. Das Recht, die Umbettung zu verlangen, steht nur
dem bisherigen Nutzungsberechtigten der Urnengrabstätte oder Urnennische zu. Eine
weitere Umbettung ist dann nicht mehr möglich.
4) Nach Ablauf des Nutzungsrechts an einer Urnengrabstätte oder Urnennische sind die
Urnen in einem Urnensammelgrab endgültig zu bestatten, wenn sie nicht in einer
Grabstätte beigesetzt werden.
5) Urnensammelgräber werden nur von der Gemeinde unterhalten und gestaltet. Sonderwünsche
sind hier nicht möglich.
6) Soweit sich nicht aus der Satzung etwas anderes ergibt, gelten die Vorschriften für
Einfach- und Mehrfachgrabstätten entsprechend auch für Urnengrabstätten.
7) Anonyme Urnengrabstätten sind Aschenstätten ohne individuelle Kennzeichnung
und werden nur von der Gemeinde unterhalten und gestaltet. Sie sind Aschenstätten
– Seite 8 von 16 –
für die Beisetzung von Urnen deren Hinterbliebenen, kein Nutzungsrecht an einer
anderweitigen Grabstätte erwerben möchten. Sonderwünsche sind hier nicht möglich.

§ 14
Ehrengrabstätten
Die Anlage und die Unterhaltung von Ehrengrabstätten obliegt der Friedhofsverwaltung.
Anderen ist eine eigenmächtige Änderung der Grabanlage nicht gestattet.
§ 15
Nutzungsberechtigte
1) In den Grabstätten kann der Nutzungsberechtigte sich und seine Angehörigen
(§ 15 Abs. 4) bestatten lassen.
2) Beim Erwerb des Nutzungsrechts kann der Erwerber den Kreis der Begünstigten erweitern
oder beschränken. Darüber ist ein Vermerk in der Grabdatei aufzunehmen.
3) Zur Bestattung anderer Personen bedarf es der Zustimmung der Friedhofsverwaltung.

4) Das Nutzungsrecht kann mit Zustimmung der Friedhofsverwaltung auf eine andere
Person übertragen werden. Schon bei der Verleihung des Nutzungsrechts kann der
Erwerber für den Fall seines Ablebens aus dem in Satz 3 genannten Personenkreis
seinen Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen und ihm das Nutzungsrecht durch
einen Vertrag übertragen, der erst im Zeitpunkt des Todes des Übertragenden wirksam
wird. Wird bis zu seinem Ableben keine derartige Regelung getroffen, geht das
Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen
Nutzungsberechtigten über
a) auf den überlebenden Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner, und zwar
auch dann, wenn Kinder aus einer früheren Ehe vorhanden sind,
b) auf die Kinder,
c) auf die Stiefkinder,
d) auf die Eltern; bei Annahme Volljähriger (§ 1767 BGB) der Annehmende vor den
Eltern,
e) auf die Großeltern,
f) auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter oder Mütter,
g) auf die Geschwister,
h) auf die Stiefgeschwister,
i) auf die Kinder der Geschwister des Verstorbenen,
j) auf die Verschwägerten ersten Grades,
k) auf die nicht unter a) bis j) fallenden Erben.
Innerhalb der einzelnen Gruppen b) und c) sowie f) bis i) wird der Älteste Nutzungsberechtigter.

5) Jeder Rechtsnachfolger hat das Nutzungsrecht unverzüglich nach Erwerb auf sich
umschreiben zu lassen. Das Nutzungsrecht erlischt, wenn es keiner der Angehörigen
des verstorbenen Nutzungsberechtigten innerhalb eines Jahres seit der Beisetzung
übernimmt.
6) Der Nutzungsberechtigte kann das Nutzungsrecht nur auf eine Person aus dem Kreis
des Absatzes 4 Satz 3 übertragen. Dies ist der Friedhofsverwaltung anzuzeigen.
7) Der Nutzungsberechtigte hat bei Eintritt eines Bestattungsfalles über andere Beisetzungen
und über die Art der Gestaltung und der Pflege der Grabstätte zu entscheiden.

– Seite 9 von 16 –
8) Aus dem Nutzungsrecht ergibt sich die Pflicht zur Anlage und zur Pflege der Grabstätte.

9) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten Grabstätten
erst nach Ablauf der letzten Ruhezeit, zurückgegeben werden. Eine Rückgabe
ist nur für die gesamte Grabstätte möglich.
10) Namensänderungen sowie Anschriftenänderungen hat der Nutzungsberechtigte der
Friedhofsverwaltung mitzuteilen.
V. Gestaltung der Grabstätten / Grabmale
§ 16
Allgemeine Gestaltungsgrundsätze
Jede Grabstätte ist – unbeschadet der besonderen Anforderungen des § 19 für den Neuen
Friedhof mit besonderer Gestaltungsvorschrift – so zu gestalten und so an die Umgebung
anzupassen, dass die Würde des Friedhofs in seinen einzelnen Teilen und in seiner
Gesamtanlage gewahrt wird.
§ 17
Wahlmöglichkeit
1) Auf dem Friedhof an der Aschheimer Straße (Alter Friedhof) sind keine besonderen
Gestaltungsvorschriften vorgesehen. Dies entbindet nicht von der Vorlage von entsprechenden
Plänen.
2) Auf dem Friedhof an der Greimelstraße (Neuer Friedhof) werden Abteilungen mit und
Abteilungen ohne besondere Gestaltungsvorschriften eingerichtet. Es besteht die
Möglichkeit eine Grabstätte in einer dieser Abteilungen zu wählen.
3) Abteilungen ohne besondere Gestaltungsvorschriften sind die Grabfelder K, H, R
und T.
4) Die Wahl des Friedhofes ist freigestellt, wenn in den Grabaufteilungsplänen eine
ausgewiesene freie Grabstätte vorhanden ist. Wird von dieser Wahlmöglichkeit nicht
bei Anmeldung zur Bestattung Gebrauch gemacht oder kann wegen Überfüllung eine
Grabstätte in einem der Friedhöfe nicht zugeteilt werden, hat die Beisetzung in dem
von der Friedhofsverwaltung bestimmten Friedhof zu erfolgen.
VI. Grabmale
§ 18
Abteilungen ohne besondere Gestaltungsvorschriften
Die Grabmale müssen in ihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung
den allgemeinen Anforderungen entsprechen.
§ 19
Abteilungen mit besonderen Gestaltungsvorschriften
1) Die Grabmale müssen in ihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung
den nachfolgenden Anforderungen entsprechen.
2) Für stehende und liegende Grabmale dürfen nur Natursteine verwendet werden.
Bei der Gestaltung und Bearbeitung sind folgende Vorschriften einzuhalten:
a) Jede handwerkliche Bearbeitung ist möglich, Politur und Feinschliff sind zulässig.
– Seite 10 von 16 –
b) Stehende und liegende Grabmale müssen aus einem Stück hergestellt sein, dürfen
jedoch einen Sockel haben.
c) Das Material von Grabeinfassungen muss dem des Hauptgrabmales entsprechen,
die Breite muss mindestens 5 cm betragen, die Höhe darf 10 cm über Erdoberfläche
nicht übersteigen.
d) Schriftrücken können fein geschliffen sein.
e) Bronze-, Gold- und Silberbuchstaben, Bleibuchstaben und Bleieinlegeschriften
sind bei der Gestaltung der Beschriftung zulässig.
f) Tönungen der Schriftbilder in den Farbrichtungen braun, grau, silber und gold
sind gestattet.
g) Alle nicht aufgeführten Materialien, Zutaten, Gestaltungs- und Bearbeitungsarten,
insbesondere Beton, Glas, Emaille, Kunststoff, Farben u.a. sind nicht zugelassen.

h) Figuren und Embleme, die nicht aus dem Grabstein gearbeitet sind, dürfen weder
angebracht noch aufgestellt werden; Weihwasserkessel, Blumensockel, Kerzenleuchten
sind bei der Genehmigung der Grabmäler mit einzuplanen, nachträgliche
Anbringung ist nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung möglich.
i) Die Ansichtsflächen stehender und liegender Grabmale müssen eine senkrechte
Symmetrieachse aufweisen, geringe Abweichungen sind nur nach Zustimmung
der Friedhofsverwaltung möglich.
j) Stehende Grabmale müssen mindestens 18 cm stark sein, Höchstmaß 30 cm.
Bei verkanteter Aufstellung sind alle Seitenlängen gleich zu setzen, eine Seitenlänge
darf höchstens 50 cm haben.
k) Liegende Grabmale sind nicht in Verbindung mit stehenden Grabmalen zulässig.
l) Bei stehendem Grabmal kann die Grabfläche bis zu maximal 50 v. H. durch
Steinplatten abgedeckt werden.
m) Liegende Grabmale dürfen nur flach auf die Grabstätte gelegt werden.
n) Grabmale sind innerhalb von sechs Monaten anzubringen.
3) Grabmale sind bis zu folgenden Größen zulässig:
a) Einfachgrabstätten
1,70 m hoch, 0,70 m breit, Ansichtsfläche maximal 0,70 m²,
b) Mehrfachgrabstätten
1,70 m hoch, 1,50 m breit, Ansichtsfläche maximal 1,10 m²
c) Urnengrabstätten
stehende Grabmale: 0,40 m hoch, 0,50 m breit, Ansichtsfläche maximal 0,20 m²
liegende Grabmale: 0,50 m x 1,0 m
für Eisengrabmale zählen die Außenmaße (Breite x Höhe) als Ansichtsfläche
4) Urnengrabstätten im Kolumbarium sind bereits mit einer Gedenktafel versehen. Diese
ist zwingend zu verwenden. Das Anbringen von kleinen Gestellen für das Abstellen
von Blumen, Vasen ist gestattet.
5) Auf den Urnensammelgräbern und den anonymen Urnengräbern dürfen keine
Grabmale aufgestellt werden.
§ 20
Errichten und Ändern von Grabmalen
1) Die Errichtung und jede Veränderung von Grabmalanlagen, Steineinfassungen oder
sonstigen baulichen Anlagen bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der
Friedhofsverwaltung. Die Zustimmung soll bereits vor der Anfertigung oder der Ver-
änderung der Grabmale eingeholt werden. Auch provisorische Grabmale sind zustimmungspflichtig,
sofern sie größer als 15 cm x 30 cm sind. Die Anträge sind durch
die Nutzungsberechtigten zu stellen.
– Seite 11 von 16 –
2) Den Anträgen sind zweifach beizufügen:
a) der Grabmalentwurf mit Grundriss und Seitenansicht im Maßstab 1:10 unter Angabe
des Materials, seiner Bearbeitung, des Inhalts, der Form und der Anordnung.
Ausführungszeichnungen sind einzureichen, soweit es zum Verständnis
erforderlich ist.
b) Zeichnungen der Schrift, der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1:1 unter
Angabe des Materials, seiner Bearbeitung, des Inhalts, der Form und der Anordnung.
Ausführungszeichnungen sind einzureichen, soweit es zum Verständnis
erforderlich ist.
In besonderen Fällen kann die Vorlage eines Models Maßstab 1:5 oder das Aufstellen
eines Models in natürlicher Größe auf der Grabstätte verlangt werden.
3) Werden Grabmäler ohne Erlaubnis errichtet oder entspricht ein aufgestelltes Grabmal
nicht dem eingereichten Plan oder ist es ohne erneute Erlaubnis geändert worden,
kann die Friedhofsverwaltung die teilweise oder vollständige Beseitigung des
Grabmales auf Kosten des Nutzungsberechtigten vornehmen.
4) Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige bauliche Anlage nicht
binnen eines Jahres nach der Zustimmung errichtet worden ist.
5) Die nicht zustimmungspflichtigen provisorischen Grabmale sind nur als naturlasierte
Holztafeln oder –kreuze zulässig.
6) Mit der Erteilung der Zustimmung zur Errichtung oder Änderung eines Grabmales
übernimmt die Gemeinde Ismaning keine Gewähr für dessen technische Unbedenklichkeit,
insbesondere für die Standfestigkeit.
§ 21
Anlieferung
1) Die Lieferung von Grabmalen ist der Friedhofsverwaltung mindestens zwei Werktage
vorher anzuzeigen. Dabei sind vorzulegen:
a) der genehmigte Entwurf
b) die genehmigte Zeichnung der Schrift, der Ornamente und der Symbole.
2) Die Grabmale sind so zu liefern, dass sie vor Aufstellung von der Friedhofsverwaltung
überprüft werden können.
§ 22
Fundamentierung und Befestigung
1) Die Fundamentierung am Neuen Friedhof wird in durchgehenden Fundamentstreifen
von der Gemeinde vorgenommen und zum jeweiligen Herstellungspreis verrechnet.
2) Die Grabmale sind entsprechend ihrer Größe nach den Regeln der jeweils aktuellen
Technischen Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen (TA Grabmal), der
Deutschen Naturstein-Akademie, Mayen zu fundamentieren und so zu befestigen,
dass sie dauerhaft standsicher sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht
umstürzen oder sich senken können.
3) Für die Erstellung, die Abnahmeprüfung und die jährliche Prüfung der Grabmalanlagen
gilt die jeweils aktuelle TA Grabmal, der Deutschen Naturstein-Akademie, Mayen
§ 23
Unterhaltung
1) Die Grabmale sind dauernd in gutem und verkehrssicherem Zustand zu halten. Verantwortlich
dafür sind die Nutzungsberechtigten.
– Seite 12 von 16 –
2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen gefährdet, sind die Nutzungsberechtigten
verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzuge kann die
Friedhofsverwaltung auf Kosten der Nutzungsberechtigten Sicherungsmaßnahmen
(z.B. Umlegen von Grabmalen, Absperrungen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand
trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer
jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, ist die Friedhofsverwaltung
berechtigt, dies auf Kosten des Nutzungsberechtigten zu tun oder das Grabmal zu
entfernen; die Gemeinde Ismaning ist nicht verpflichtet, das Grabmal mit Zubehör
aufzubewahren. Ist der Nutzungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne weiteres
zu ermitteln, genügen eine öffentliche Bekanntmachung und ein vierwöchiger Hinweis
im Friedhof. Die Nutzungsberechtigten sind für jeden Schaden haftbar, der
durch Umfallen von Grabmalen verursacht wird.
§ 24
Entfernung
1) Die aufgestellten Grabmale dürfen nur mit Zustimmung der Friedhofsverwaltung ver-
ändert, umgesetzt, ausgetauscht oder entfernt werden, solange die Ruhezeit und das
Nutzungsrecht noch nicht abgelaufen ist.
2) Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts sind die Grabmale zu entfernen.
Dazu bedarf es einer Erlaubnis der Friedhofsverwaltung. Sind die Grabmale nicht innerhalb
von drei Monaten nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts entfernt,
werden sie von der Friedhofsverwaltung beseitigt. Sofern Grabmale von der
Friedhofsverwaltung entfernt und Grabstätten abgeräumt werden, hat der Nutzungsberechtigte
die Kosten zu tragen.
3) Gräber auf dem Alten Friedhof müssen immer mit einem Grabmal versehen sein.
Wenn beim Wechsel des Nutzungsrechts der neue Nutzungsberechtigte kein neues
Grabmal aufstellen möchte, hat er das bisher vorhandene Grabmal zu übernehmen.
VII. Herrichtung und Pflege von Grabstätten
§ 25
Allgemeines
1) Alle Grabstätten müssen im Rahmen der Vorschriften der §§ 16 bis 19 hergerichtet
und dauernd in Stand gehalten werden. Dies gilt entsprechend für den üblichen
Grabschmuck. Verwelkte Blumen und Kränze sind unverzüglich von den Grabstätten
zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen. § 5 Abs. 4 Sätze 3
und 4 bleiben unberührt.
2) Die Höhe und die Form der Grabhügel und die Art ihrer Gestaltung sind dem Gesamtcharakter
der Friedhöfe, dem besonderen Charakter des Friedhofsteils und der
unmittelbaren Umgebung anzupassen. Die Grabstätten dürfen nur mit Pflanzen angelegt
werden, die andere Grabstätten und die öffentlichen Anlagen und Wege nicht
beeinträchtigen.
Beeinträchtigung ist auch das Pflanzen oder wild wachsen lassen von Unkraut oder
Pflanzen, die durch Samenbefall andere Gräber beeinträchtigen.
Bäume und Sträucher dürfen nicht höher als 1 m sein.
3) Für die Herrichtung und die Instandhaltung ist der Nutzungsberechtigte verantwortlich.
Die Verpflichtung erlischt erst mit Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts.
Abs. 6 bleibt unberührt.
– Seite 13 von 16 –
4) Die Nutzungsberechtigten oder von ihnen Beauftragte können die Grabstätte anlegen
und pflegen oder jemanden beauftragen.
5) Die Grabstätten müssen binnen vier Monaten nach Belegung hergerichtet sein. Für
Belegungen nach dem 15. November beginnt die Frist am 01. Februar des folgenden
Jahres.
6) Die Friedhofsverwaltung kann verlangen, dass der Nutzungsberechtigte die Grabstätte
nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts abräumt.
7) Die Herrichtung, die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen
außerhalb der Grabstätten obliegt ausschließlich der Friedhofsverwaltung.
8) Kunststoffe und sonstige nicht verrottbare Werkstoffe dürfen in sämtlichen Produkten
der Trauerfloristik, insbesondere in Kränzen, Trauergebinden, Trauergestecken, im
Grabschmuck und bei Grabeinfassungen sowie bei Pflanzenzuchtbehältern, die an
der Pflanze verbleiben, nicht verwendet werden. Ausgenommen sind Grabvasen,
Markierungszeichen und Gießkannen.
9) Die Bepflanzung der Grabstätten muss sich an der jeweiligen Größe der Grabstätten
halten und darf diese nicht überschreiten. Nicht zugelassen sind insbesondere Bäume
und großwüchsige Sträucher.
§ 26
Vernachlässigung
1) Wird eine Grabstätte nicht ordnungsgemäß hergerichtet oder gepflegt, hat der Nutzungsberechtigte
auf schriftliche Aufforderung der Friedhofsverwaltung die Grabstätte
innerhalb einer jeweils festgesetzten angemessenen Frist in Ordnung zu bringen.
Ist der Nutzungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt
eine öffentliche Bekanntmachung und ein vierwöchiger Hinweis im Friedhof.
Wird die Aufforderung nicht befolgt, kann die Friedhofsverwaltung die Grabstätte auf
Kosten des Nutzungsberechtigten in Ordnung bringen lassen oder das Nutzungsrecht
ohne Entschädigung entziehen. Vor dem Entzug des Nutzungsrechts ist der
Nutzungsberechtigte noch einmal schriftlich aufzufordern, die Grabstätte unverzüglich
in Ordnung zu bringen; ist er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln,
erfolgt noch einmal eine entsprechende öffentliche Bekanntmachung und ein entsprechender
vierwöchiger Hinweis im Friedhof. Im Entzugsbescheid ist der jeweilige
Nutzungsberechtigte aufzufordern, das Grabmal und die sonstigen baulichen Anlagen
innerhalb von drei Monaten seit Unanfechtbarkeit des Entziehungsbescheides
zu entfernen. Der Nutzungsberechtigte ist in der schriftlichen Aufforderung, der öffentlichen
Bekanntmachung und dem Hinweis auf der Grabstätte oder dem Grabfeld
auf die für ihn maßgeblichen Rechtsfolgen des § 23 Abs. 2 hinzuweisen.
2) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Abs. 1 entsprechend. Wird die Aufforderung
nicht befolgt oder ist der Nutzungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne weiteres
zu ermitteln, kann die Friedhofsverwaltung den Grabschmuck entfernen.
3) Die Friedhofsverwaltung ist in den Fällen des Abs. 1 drei Monate lang und des Abs. 2
nicht zur Aufbewahrung verpflichtet.
VIII. Leichenhalle
§ 27
Benutzung der Leichenhallen
– Seite 14 von 16 –
1) a) Friedhof an der Greimelstraße:
Die Leichenhalle dient zur Gestaltung der Feierlichkeiten für die Verstorbenen.
Die angrenzenden Aufbahrungsräume dienen zur Aufbahrung von Leichen und
zur Hinterstellung von Urnen bis zur Bestattung; diese Räume können durch eigene
Eingänge zu den Öffnungszeiten des Friedhofs betreten werden, wenn dort
Leichen aufgebahrt sind.
b) Friedhof an der Aschheimer Straße:
Die Leichenhalle dient zur Gestaltung der Feierlichkeiten für die Verstorbenen
sowie zur Aufbahrung von Leichen und zur Hinterstellung von Urnen bis zur Bestattung.
Sie kann zu den Öffnungszeiten des Friedhofs betreten werden.
2) Sofern keine gesundheitsbehördlichen oder sonstigen Bedenken bestehen, können
die Angehörigen die Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen. Die Särge
sind spätestens eine halbe Stunde vor Beginn der Trauerfeier oder der Beisetzung
endgültig zu schließen.
3) Bei Feuerbestattung können die Leichen bis zur Einäscherung in einem Krematorium
in der Leichenhalle aufgebahrt werden.
4) Die Särge von Verstorbenen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie an einer meldepflichtigen
Krankheit gelitten haben, sind geschlossen zu halten. Der Zutritt und
die Besichtigung des Leichnams bedürfen der vorherigen Zustimmung des Amtsarztes.

IX. Schlussbestimmung
§ 28
Ersatzvornahme
Wenn ein nach dieser Satzung Nutzungsberechtigter die ihm vorgeschriebene Handlungen
nach Aufforderung durch die Gemeinde Ismaning binnen angemessener Frist nicht
ausgeführt hat, ist die Gemeinde Ismaning berechtigt, die Maßnahmen auf Kosten des
Nutzungsberechtigten auszuführen.
Bei Gefahr im Verzug kann von einer Fristsetzung abgesehen werden. Die Kosten der
Ersatzvornahme werden wie Gemeindeabgaben beigetrieben.
§ 29
Haftungsausschluss
Die Gemeinde Ismaning haftet nicht für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Benützung
der Friedhöfe, ihrer Anlagen und ihrer Einrichtungen, durch dritte Personen oder
durch Tiere entstehen. Ihr obliegt keine besondere Obhuts- und Überwachungspflicht.
§ 30
Alte Rechte
1) Bei Grabstätten, über die die Friedhofsverwaltung bei Inkraftreten dieser Satzung
bereits verfügt hat, richten sich die Nutzungszeit und die Gestaltung nach den bisherigen
Vorschriften.
2) Der Wiedererwerb des Nutzungsrechts an diesen Grabstätten richtet sich nach dieser
Satzung.
3) Nach dieser Satzung nicht mehr zugelassene Einfassungen und Anlagen sind von
allen Gräbern zu entfernen, sobald sie verfallen, die Nutzungszeit an den Grabstätten
abgelaufen ist, eine Beisetzung erfolgen oder das Nutzungsrecht übertragen
werden soll.
– Seite 15 von 16 –
§ 31
Ordnungswidrigkeiten
Nach Art. 24 Abs. 2 Satz 2 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern i.V. m. dem
Gesetz über Ordnungswidrigkeiten kann mit Geldbuße bis zu € 500,- belegt werden, wer
1) seine Aufsichtspflicht bei Kindern unter 10 Jahren verletzt (§ 4 Abs. 2),
2) entgegen § 4 Abs. 3
a) den Friedhof ohne Erlaubnis befährt
b) Bodenmassen dem Friedhofsgelände entnimmt
c) Waren und gewerbliche Dienste anbietet
d) an Sonn- und Feiertagen und während Bestattungen Arbeiten ausführt
e) gewerbsmäßig fotografiert
f) Druckschriften verteilt
g) den Friedhof, seine Einrichtungen und Anlagen verunreinigt oder beschädigt
h) Tiere – außer Blindenhunde – mitführt.
3) entgegen § 5 Abs. 3 Abraum ablädt und lagert.
4) die Leichenruhe stört oder ohne Genehmigung Leichen oder Leichenreste umbettet
(§10 Abs. 1, 2 und 3),
5) entgegen § 20 Abs. 1 ohne vorherige Zustimmung und Freigabe Grabmale oder bauliche
Anlagen errichtet oder verändert
6) der Unterhalts- und Pflegepflicht der Grabmale und Gräber nicht nachkommt (§§ 23
Abs. 1, 24, 25 Abs. 1, 2 und 5).
§ 32
Schließung und Entwidmung der Friedhöfe
1) Die Friedhöfe oder ein Teil der Friedhöfe können aus wichtigem öffentlichem Grund
ganz oder teilweise geschlossen oder entwidmet werden. Dasselbe gilt entsprechend
für einzelne Grabstätten.
2) Durch die Schließung wird nur die Möglichkeit weiterer Beisetzung ausgeschlossen;
durch die Entwidmung geht außerdem die Eigenschaft als Ruhestätte der Toten verloren.
Jede Schließung oder Entwidmung nach Abs. 1 Satz 1 ist öffentlich bekannt zu
machen.
3) Im Falle der Entwidmung werden die Beigesetzten für die restliche Nutzungszeit auf
Kosten der Gemeinde Ismaning in andere Grabstätten umgebettet.
Im Falle der Schließung gilt Satz 1 entsprechend, soweit Umbettungen erforderlich
werden. Der Umbettungstermin soll möglichst dem Nutzungsberechtigten einen Monat
vorher mitgeteilt werden.
4) Soweit durch eine Schließung oder einer Entwidmung das Recht auf weitere Beisetzungen
in Grabstätten erlischt, werden dem Nutzungsberechtigten für die restliche
Nutzungszeit bei Eintritt eines weiteren Bestattungsfalles auf Antrag andere Grabstätten
zur Verfügung gestellt.
5) Alle Ersatzgrabstätten nach Abs. 3 und 4 werden von der Gemeinde Ismaning kostenfrei
in ähnlicher Weise wie die außer Dienst gestellten oder entwidmeten Grabstätten
hergerichtet. Die Ersatzwahlgrabstätten werden Gegenstand des Nutzungsrechts.

6) Die Absätze 2 bis 5 gelten auch für Urnengrabstätten und Urnennischen.
– Seite 16 von 16

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